Kindergefängnis Bad Freienwalde n.e.V.

Brandenburgisches Zeitzeugenportal eröffnet „Nach der Wiedervereinigung begann für mich ein zweites Leben.“

So beschreibt ein Zeitzeuge sein Leben nach der Friedlichen Revolution 1989. Er ist einer der Interviewten, die in dem Zeitzeugenportal, das heute erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, berichten. Die Zeitzeugen erzählen vom kleinen und großen Widerstehen gegen eine politische Ordnung, die ihnen grundlegende Freiheiten verweigerte. Männer und Frauen sprechen von politischer Verfolgung und Willkür, die sie in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR erlebten. Einige erfuhren bereits als Kinder Leid und Unrecht in sowjetischen Speziallagern oder in DDR-Heimen.

Unter www.zeitzeugen.brandenburg.de“ können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger, Pädagogen und junge Menschen, journalistisch Tätige sowie Forschende anhand von Zeitzeugeninterviews, Fotos und Dokumenten sowie erläuternden Texten informieren.

Alle Interviewten haben einen besonderen Bezug zum Land Brandenburg. Entweder sie lebten zur Zeit des Unrechtsgeschehens auf dem Gebiet Brandenburgs oder erlitten dort Unrecht oder sie leben heute im Land Brandenburg. Sie alle waren bereit, über ihr Leben zu sprechen, um das Geschehene vor dem Vergessen zu bewahren und jüngeren Menschen ihre Erfahrungen zugänglich zu machen.

Anlässlich der Freischaltung des Zeitzeugenportals „Erfahrungsberichte über politisches Unrecht und Widerstand von 1945 bis 1989. Ein Beitrag zum historischen Gedächtnis des Landes Brandenburg“ sagte die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Ulrike Poppe: „Die Lebensberichte der Zeitzeugen zeigen, welche Erfahrungen sie mit einschneidenden politischen Ereignissen und konkreten gesellschaftlichen Umständen in der SBZ und DDR machten und wie diese ihr Leben bis heute prägen.“
Petra Morawe

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