Herzlichen Glückwunsch an Evelyn Zupke zur Wiederwahl als SED-Opferbeauftragte des Deutschen Bundestages. Mit großem Engagement, klarer Haltung und viel Empathie hat sie sich in den vergangenen Jahren für die Interessen der Betroffenen des SED-Unrechts eingesetzt und die Aufarbeitung der DDR-Diktatur mit Nachdruck vorangebracht. Besonders ihr Einsatz für die Verbesserung der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze hat wichtige Impulse gesetzt, um Betroffene besser zu unterstützen und bestehende Ungerechtigkeiten weiter abzubauen.
Ihre Arbeit hat dazu beigetragen, das Leid der Opfer sichtbarer zu machen, Erinnerung wachzuhalten und wichtige gesellschaftliche Debatten anzustoßen. Die Wiederwahl ist deshalb auch ein starkes Zeichen der Anerkennung für ihre bisherige Arbeit und ihr unermüdliches Engagement.
Für die kommende Amtszeit wünschen wir weiterhin viel Kraft, Erfolg und Unterstützung bei dieser wichtigen Aufgabe!
Foto: Evelyn Zupke beim Verbändetreffen der UOKG im Sommer 2025. Lucas Hütter, UOKG
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Kinder wurden von der DDR-Jugendhilfe aus ihren Elternhäusern genommen, um sie vor familiärer Gewalt zu schützen. Ihre erste Heimerfahrung sammelten einige dieser Kinder im Durchgangsheim Bad Freienwalde, einem ehemaligen preußischen Gefängnis.
Gesetz zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher
Vorschriften für Opfer der politischen
Verfolgung in der ehemaligen DDR und
zur Änderung weiterer Vorschriften
drucksachen/38-25
Am Donnerstagabend wurde in der VHS-Frankfurt (Oder) eine Ausstellung über das DDR-Kindergefängnis Bad Freienwalde eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, darunter Zeitzeugen und Historiker nahmen an der Eröffnungsfeier teil und zeigten großes Interesse an diesem wichtigen Kapitel der DDR-Geschichte. Programmbereichsleiterin an der VHS Uta Kurzwelly ist sehr erfreut, die Ausstellung in ihrem Haus präsentieren zu können: "Wir glauben nicht, dass Wegschauen eine Lösung ist".
Die Ausstellung mit Multimedia-Elementen, bei denen ehemalige Insassen ihre schockierenden Erlebnisse schildern, gibt einen eindrucksvollen Einblick in das Leben und Leid der Kinder und Jugendlichen, die in der DDR zu Unrecht inhaftiert wurden. Persönliche Geschichten und historische Dokumente verdeutlichen das Unrecht, das ihnen widerfahren ist.
Während der Eröffnungszeremonie betonten mehrere Redner, darunter ehemalige Insassen des Kindergefängnisses und Historiker, die Bedeutung der Aufarbeitung und die Notwendigkeit der Erinnerung. Die emotionalen und eindrucksvollen Berichte der Zeitzeugen bewegten die Anwesenden tief. Der Aufarbeitungsexperte Dr. Christian Sachse vom Dachverband Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) erläuterte eindrücklich, wie in der DDR bei "nicht systemkonformen" Kindern und Jugendlichen die "Persönlichkeit gebrochen" wurde. Dazu zählten auch sexueller Missbrauch und Zwangsarbeit.
Es ist jetzt 12 Jahre her, dass wir als n.e.V "Kindergefängnis Bad Freienwalde" das 1. Mal an einem Bundeskongress der durch Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur ausgerichtet wurde.
Damals war es Ulrike Poppe. Da under Verein noch nicht so bekannt war, wurden wir von vielen belächelt und man sagte uns sogar " Ihr werdet nie rehabilitiert werden !!!"
Aber da wir einen "Rebell" als Vorsitzenden haben und er außerdem noch ein Stier ist, haben wir nie aufgegeben. Wir waren ständig präsent und viele lernten uns kennen auch wenn diese es nicht wollten.
Dann kam Heide Schinowsky und öffnete uns die Türen in die Politik. Von da an war es gefüllt wie ein Selbstläufer - Es gab ein Mahnmal in Bad Freienwalde vor dem jetzigen Polizeirevier und kurze Zeit später wurden die ersten ehemaligen Insassen rehabilitiert und unser Vorsitzender im Jahre 2019 auch endlich nach 15 Jahren Kampf. Aber dennoch muss man sagen, dass auch nach so vielen Jahren der Kampf nicht einfacher geworden ist.
Denn in den einzelnen Behörden mit denen ehemalige Opfer in Kontakt kommen um ihre Ansprüche die ihnen zustehen, geltend zu machen, ist immer noch eine ablehnende Haltung gegenüber der ehemaligen Opfer zu erkennen und zu erleben. Ehemalige Opfer fühlen sich nie richtig akzeptiert und werden oft auch retraumatisiert.
Die DDR-Diktatur ist noch immer vorhanden. Wir wünschen uns mehr Demokratie auch uns ehemaligen Opfer gegenüber.
Unsere Ausstellung "Lebenslänglich Heimkind " ist nun in die Volkshochschule Frankfurt/ Oder, Gartenstrasse 1 umgezogen. In der VHS wollen wir am 30.05.2024 von 17 bis 18 Uhr eine kleine Veranstaltung durchführen, bei der Herr Dr,.Christian Sachse ein Referat zur Thematik der DDR-Kinderheime halten wird. Dies wäre dann die offizielle Eröffnung der Ausstellung in Frankfurt(/ Oder. Ab 08.Juli wird sie dann bis Anfang 2025 in der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ Collegienstr. 10 zu sehen sein.